Barbara Bell 
Staatlich geprüfte Krankengymnastin,
Manualtherapeutin und Pferdeosteopathin
Pferdephysiotherapie,
Pferdechiropraktik, Faszientechniken, cranio-sacrale Therapie,
Reflextechniken
D-76275 Ettlingen (bei
Karlsruhe), Funk: 0173/9474508, Tel.:
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Was heißt Osteopathie ?
"Os (griech. Knochen), "pathie (von griech. pathos). Wörtlich also das "Leiden vom Knochen".
Was ist Osteopathie ?
"Osteopathie (von dem amerikanischen Arzt A.T. Still ( 1828-1917 ) begründet) ist der Begriff, der auf den Einfluß einer Krankheit hinweist, auf die Ursache und die manuelle Behandlung und nicht auf eine Erkrankung oder einen lokalen Schmerz des Knochens an sich.
In den 70er Jahren hat ein französischer Tierarzt begonnen, die Humanosteopathie mit Erfolg auf Pferde zu übertragen.
Mit der osteopathischen Heilmethode werden Auswirkungen von Bewegungseinschränkungen untersucht und behandelt, die zum Beispiel durch Gelenkblockierungen, Gelenkverschleiß, Bänder- und Gelenkverletzungen, Narben oder Muskelverkürzungen und verspannungen hervorgerufen werden können.
Die Osteopathie ist eine manuelle Behandlungsmethode, wobei der Therapeut zur Untersuchung und Behandlung einzig und allein seine Hände einsetzt, um die notwendige Mobilität des Körpers wiederherzustellen. Das Prinzip der Osteopathie ist es, das gestörte Gleichgewicht auf allen Körperebenen wiederherzustellen.
Dabei wird der lebende Organismus als ganzheitlich funktionierender Bewegungsapparat betrachtet. Denn ein einziges klemmendes Gelenk kann Auswirkungen auf den ganzen Körper haben.
Somit hilft die Osteopathie bei Störungen des Bewegungsapparates, wirkt aber auch auf das gesamte Nerven- und Gefäßsystem.
Die Normalisierung der Funktion hat einerseits eine heilende, andererseits eine vorbeugende Wirkung, das heißt, die Wiederherstellung der Funktion bewahrt die Struktur vor Schäden.
Der Osteopath stellt mit Hilfe verschiedener Techniken die Beweglichkeit wieder her und gibt dem Körper den notwendigen Impuls, die Selbstheilungskräfte in Gang zu setzen. Deshalb braucht das Pferd auch 48 Stunden Ruhe nach einer Behandlung.
In den USA, Frankreich, Belgien und Großbritannien bereits weit verbreitet, beginnt die Osteopathie auch in Deutschland bekannt zu werden.
Allerdings kann und soll sie niemals Ersatz für die tierärztliche Versorgung sein ! Sie ist vielmehr als Ergänzung zu verstehen.
Die vier Grundsätze ( erstellt von A.T. Still ) für die Gesundheit des Pferdes
1. Die Wechselbeziehung zwischen Struktur und Funktion
Das bedeutet, dass ein Pferd nicht normal funktionieren kann,
wenn seine Haltungsstrukturen einen Teil der Mobilität verloren
haben. Eine Änderung der Knochenstrukturen, der muskulären
Strukturen und / oder der viszeralen ( innere Organe betreffenden
) Strukturen kann eine Funktionsänderung bedingen und umgekehrt.
Beispielsweise kann eine Dysfunktion der Eierstöcke bei einer
Stute später zu einer Gelenkblockierung in der Beckenregion
führen.
2. Arterielle Regel
Das gute Funktionieren der Organe und Zellen ist von einer guten
Flüssigkeitsversorgung ( Blut, Lymphe, Liquor, cerebrospinalis =
Gehirn- und Rückenmarksflüssigkeit ) vollkommen abhängig. Wenn
diese Versorgung gestört ist, ist das betroffene Organ
geschwächt. Die Funktion wird beeinträchtigt und es kann sich
zum Beispiel leichter eine Infektion entwickeln, weil die
Einnistung von Mikroben oder eines Virus nicht mehr optimal
bekämpft werden kann. Das kann zum Beispiel in Höhe des Os
naviculare = knöcherner Anteil des Komplexes
"Hufrolle", geschehen, wenn diese Region nicht gut
durchblutet wird.
3. Die Gesamtheit des Körpers
Diese Prinzip besagt, daß wenn ein Pferd an einer Stelle des
Körpers eine Störung hat, dieses eine Auswirkung auf die
Gesamtheit des Körpers nach sich ziehen wird. So kann zum
Beispiel eine Gelenkblockierung zwischen dem Pferdeschädel und
dem ersten Halswirbel ( Atlas ) ein Problem an der Fußwurzel
hervorrufen.
4. Die Fähigkeit zur Selbstheilung
Durch die osteopathische Behandlung erfolgt eine Lösung diverser
Blockaden im Sinne der Reharmonisierung des Körpers
(biomechanisch und neuromuskulär). Der Osteopath gibt dem
Organismus einen gezielten Reiz, um das persönliche
Gleichgewicht des Organismus wieder herzustellen und seine
Selbstheilungskräfte zu aktivieren. Dieses angeborene Potential
wird durch das Nervensystem gesteuert. Nur wenn das Nervensystem
ordnungsgemäß arbeitet, funktionieren auch die einzelnen Organe
und Gewebeabschnitte des Körpers "normal", das heißt,
sie können Krankheitserreger abwehren und verletztes Gewebe
heilen. Durch die Wiederherstellung der normalen Funktionsweise
der Wirbelsäule korrigiert der osteopathische Eingriff letzten
Endes die Funktionsstörungen des Nervensystems.
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